Slurryschild.

Bei geologischen Bedingungen, die eine instabile Ortsbrust oder eine Mischgeologie erwarten lassen, wird die Maschine als Mixschild eingesetzt. Bei dieser Betriebsart ist die Abbaukammer komplett mit Suspension gefüllt, während in der Druckkammer (4) hinter der Tauchwand (1) die Suspension mit Druckluftpolster (12) und der Druckwand (2) gestützt wird. Der Luftdruck wird mit einer einstellbaren Druckluftregelanlage(10+11) automatisch überwacht, um Ausbläser oder Grundbrüche an der Ortsbrust zu verhindern. Die kommunizierende Röhre (5) gewährleistet den Druckausgleich zwischen der Abbaukammer (3) und der Suspension in der Druckkammer hinter der Tauchwand. Die Suspensionszufuhr erfolgt über die Speiseleitung (9) direkt in die Abbaukammer. Die Suspensionsabfuhr erfolgt über die Slurryleitung (6) direkt aus der Abbaukammer hinter dem Saugrechen (13). Der Aufbau von Sedimenten unterhalb der kommunizierenden Röhre wird durch eine Intervallspülung über die Speiseleitung Druckkammer (8) und die Förderleitung Druckkammer (7) vermieden.
Bei geologischen Bedingungen, die eine stabile Ortsbrust erwarten lassen, z.B. im Hartgestein oder in bindigen Böden, kann die Maschine wie die kleineren AVN-Maschinen als Slurryschild ohne Druckluftstützung effektiv eingesetzt werden. Die Umrüstung von Mix- auf Slurryschild erfolgt durch das Verschließen der Leitungen Druckluftzu- und -abfuhr, Abbaukammerentlüftung, Förderleitung Druckkammer, Speiseleitung Druckkammer und der kommunizierenden Röhre und ist auch unter Tage möglich. Nach dem Umbau steht die Druckkammer durch das Verschließen der kommunizierenden Röhre nur noch unter atmosphärischem Druck. Dabei wird die Ortsbruststützung nur über den Suspensionskreislauf, also über den Pumpenzu- und -ablauf reguliert.
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