Maximale Sicherheit in heterogenen Baugründen.

Bei rolligen geologischen Bedingungen, die eine instabile Ortsbrust oder eine Mischgeologie erwarten lassen, werden flüssigkeitsgestützte Mixschilde (modifizierter Hydroschild) eingesetzt. Der Boden wird an der Ortsbrust vollflächig durch das in der Bentonitsuspension rotierende Schneidrad (1) gelöst und vermischt sich mit dieser. Der Schildbereich, in dem das Schneidrad rotiert, wird als Abbaukammer (2) bezeichnet und ist vom unter atmosphärischem Druck stehenden Schildabschnitt durch die Druckwand (3) getrennt.
Die durch die Speiseleitung (4) zugeführte Bentonitsuspension wird in der Arbeitskammer über eine Luftblase (5) mit Druckluft beaufschlagt, der dem anstehenden Erd- und Wasserdruck entspricht und somit ein unkontrolliertes Eindringen des Bodens bzw. einen Stabilitätsverlust an der Ortsbrust verhindert. Die Steuerung des Stützdruckes in der Abbaukammer erfolgt nicht direkt über den Suspensionsdruck, sondern über ein kompressibles Luftpolster (5). Aus diesem Grund ist die Abbaukammer hinter dem Schneidrad durch eine sogenannte Tauchwand (6) vor der Druckwand getrennt. Der Bereich Tauch- und Druckwand wird als Druck- / Arbeitskammer bezeichnet.
Während der vordere, erdseitige Bereich vollständig mit Suspension gefüllt ist, steht hinter der Tauchwand die Suspension nur bis knapp über die Maschinenachse an und wird durch das über eine Druckluftregelanlage präzise gesteuerte Druckluftpolster auf dem exakten Solldruckwert gehalten. Schwankungen im Bentonitförderkreislauf können somit wesentlich besser ausgeglichen werden.
Heterogenen Baugründen kommt das Mixschild-Prinzip mit besonderer Anpassungsfähigkeit bei: Durch den mittenfreien Antrieb mit schwimmender Lagerung des Schneidrades und dem modularem Aufbau der Maschine kann der Betriebsmodus je nach Bodenverhältnissen im Tunnel gewechselt werden. Alle Kombinationen von Flüssigkeits-/Hydro-, Erddruck-, Druckluft oder offenem Schild sind bei umbaubaren Mixschilden generell möglich.
Die Auskleidung des Tunnels erfolgt in der Regel mit Stahlbetontübbingen (7), die im Schildbereich hinter der Druckwand unter atmosphärischen Druckverhältnissen mittels Erektor (8) positioniert und temporär verschraubt werden. Der verbleibende Spalt zwischen Tübbingaußenseite und Ausbruchdurchmesser wird über Injektionsöffnungen im Schildschwanz oder über Öffnungen direkt im Tübbing kontinuierlich mit Mörtel verpresst.
Für weitere Informationen fordern Sie bitte über den Medien Service unsere Broschüren oder unsere Animation EPB-/Mixschild an.
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