Maximale Zugkräfte für den Pipelinebau

Mit der Horizontalbohrtechnik, dem so genannten Horizontal Directional Drilling (HDD), lassen sich Leitungen und Pipelines schnell, kostengünstig und umweltschonend unter Flüssen, Straßen oder anderen Hindernissen verlegen.

Die Verlegung von Leitungen im HDD-Verfahren erfolgt grundsätzlich in drei Schritten.

Im ersten Schritt erfolgt vom Angriffspunkt aus eine Pilotbohrung in Richtung Austrittspunkt. Der steuerbare, aus einzelnen Bohrstangen zusammengesetzte Bohrstrang wird durch ein Vermessungssystem, das sich direkt hinter dem Bohrkopf befindet, entlang der Soll-Trasse geführt.

 

Während der Bohrung wird eine Bentonit-Suspension zu den am Bohrkopf angebrachten Düsen gepumpt und baut dort hydraulisch die anstehende Geologie ab. Das Bentonit vermischt sich mit dem abgebauten Boden und fließt durch den Ringraum zwischen Bohrgestänge und Bohrloch zum Angriffspunkt an die Oberfläche zurück, wo es mit Hilfe einer Separationsanlage aufbereitet und dann erneut dem Bohrkreislauf zugeführt wird.

 

Um im zweiten Schritt das Pilotbohrloch auf einen größeren Durchmesser aufzuweiten, wird am Austrittspunkt der Pilotbohrkopf demontiert und ein so genannter Räumer mit dem Bohrgestänge verbunden. Beim Zurückziehen des Bohrstranges wird mit Hilfe des Räumers der Bohrungsdurchmesser aufgeweitet. Alle Räumer sind mit Düsen und Abbauwerkzeugen bestückt, um die Geologie sowohl hydraulisch als auch mechanisch abbauen zu können. Je nach Bodenbedingungen kann eine Mischung aus Wasser und Bentonit oder anderen Zusätzen eingesetzt werden, um das Bohrloch zu stabilisieren und die Reibungskräfte zu verringern. In einem dritten Arbeitsschritt erfolgt das Einziehen der vorgefertigten und überprüften Rohrleitungen. Der vordere Teil der vor dem Bohrloch ausgelegten Pipeline wird durch Anheben dem Austrittswinkel des Bohrlochs angepasst, um den minimalen Biegeradius nicht zu unterschreiten. Hinter einem Räumer wird der Rohrstrang vom Rig, Stange für Stange, zurückgezogen und erreicht auf diesem Wege seine endgültige Position im Boden.

Das geologische Einsatzspektrum der HDD-Technik reicht dabei von weichen bis sehr harten Formationen.

Für weitere Informationen fordern Sie bitte über den Medien Service unsere HDD-Broschüren an. 

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ERFOLGREICHE PREMIERE FÜR DIRECT PIPE® IN DEN USA.

Das innovative einstufige Pipeline-Verlege-Verfahren »Direct Pipe®« von Herrenknecht feierte am 29. August 2010 erfolgreich Premiere in den USA.

HDD-REKORD IN TURKMENISTAN.

Mit HDD-Equipment von Herrenknecht wurde der bisher größte Pipeline-Durchmesser erfolgreich verlegt: 56 Zoll auf einer Länge von 1.705 Metern.