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Gotthard-Basistunnel Sü...

Anforderungen

Tunnelprojekt

Verwendung Eisenbahn
Geologie Gneis, Granit, Schiefer
Tunnellänge 48.384 m
Durchmesser 9.430 mm

Lösung

Maschinendaten

  Maschinentyp Gripper-TBM
Tunnelausbau Felssicherung
Antriebs- leistung 3.500 kW
Drehmoment 8.500 kNm

In der Schweiz entsteht mit dem Gotthard-Basistunnel ein Jahrhundertbauwerk. Der längste Verkehrstunnel der Welt soll 2 x 57 Kilometer lang werden, und durch ihn soll die Eisenbahnstrecke Basel-Mailand zur "Flachbahn" werden; Züge können nach seiner Fertigstellung doppelt so schnell fahren wie bisher. Mit allen Schächten und Stollen muss insgesamt eine Strecke von 153,5 Kilometern durch wechselhafte und anspruchsvolle Geographie gegraben werden - bei bis zu 2000 Meter Überdeckung und bis zu 50 Grad Felstemperatur. Die Piora-Mulde auf dem südlichen Abschnitt zwischen Faido und Sedrun ist eine der besonders kritischen Herausforderungen. Für diese Störzone wurde auf einer Länge von rund 150 Metern nicht-standfestes Gestein, das zudem unter hohem Wasserdruck stehen sollte, vermutet.

Beim maschinellen Vortrieb der beiden Hauptröhren unterm St. Gotthard kommen ausschließlich Gripper-TBM von Herrenknecht zum Einsatz für insgesamt knapp 85 Kilometer neuen Eisenbahntunnel.

Der Süden: Bodio - Faido - Sedrun.

Im Herbst 2006 wurde der erfolgreiche Abschluss auf dem südlichen Abschnitt von Bodio nach Faido gefeiert. Die S-210 ("Sissi") und S-211 ("Heidi") fuhren am 6. September und 26. Oktober 2006 in die Multifuktionsstelle Faido ein. Im Rahmen einer umfassenden Revision wurde bei beiden Maschinen auch der Durchmesser von 8.830 mm auf 9.430 mm vergrößert, um so den sich anschließenden nächsten Abschnitt in Richtung Norden in Angriff zu nehmen: von Faido nach Sedrun. Hier meisterten die Teams auf den beiden Hartgesteinsbohrmaschinen im Oktober 2008 und im Februar 2009 die Piora-Mulde und fahren seitdem gute Vortriebswert

Der Norden: Erstfeld - Amsteg - Sedrun.

Den Abschnitt Amsteg - Sedrun im Norden des Gotthard-Massivs hatten die beiden Gripper-TBM S-229 (»Gabi 1«) und S-230 (»Gabi 2«) im Juni und Oktober 2006 fertiggestellt. Nach ihrer Demontage im Berg wurden sie umfassend überholt und am Portal Erstfeld - dem nördlichsten Punkt des Gotthard-Basistunnel - für die Strecke Erstfeld - Amsteg an den Start gebracht. Die Mineure auf der »Gabi 1« jubelten am 16. Juni 2009: der Durchbruch am Ziel in Amsteg war geschafft. Die Schwestermaschine »Gabi 2« im parallelen Tunnel legte einen rasanten Endspurt hin. Am 19. Juli wurden innerhalb von 24 Stunden ganze 56 Meter Hartgestein durchbohrt. Genau 3 Monate nach »Gabi 1« feierte auch »Gabi 2« den Durchbruch am 16. September 2009.