
23. März 2011 und 15. OKTOBER 2010: HAUPTDURCHSCHLAG AM GOTTHARD-BASISTUNNEL.
Der „freie Blick aufs Mittelmeer“ ist mit dem Hauptdurchschlag in der Weströhre am 23. März 2011 und in der Oströhre am 15. Oktober 2010 Realität. Jetzt folgen noch wenige Jahre des Ausbaus zur funktionierenden Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke mit enormen Sicherheitsvorkehrungen, zum Beispiel zwei Notbahnhöfen, an denen die Züge im Gefahrenfall halten können.

Dort ist der schnelle Übergang der Reisenden von einer Tunnelröhre zur anderen möglich – die beiden Röhren fungieren gegenseitig als Rettungstunnels – eine intelligente Lösung, auf die sich alle Beteiligten in der Schweiz nach langer Auseinandersetzung mit allen möglichen Alternativen geeinigt haben. Für die Tunnelbauer und ihre Maschinen aber geht die Arbeit zu Ende. Mit sehr befriedigenden Ergebnissen: Alle Risiken waren beherrschbar, alle Rückschläge zu überwinden, all die emotionalen Berg- und Talfahrten zu verkraften. Und trotz der kaum fassbaren Komplexität des Projekts wurden die Zeitpläne eingehalten – was an einer Stelle verlorenging, wurde an der anderen wieder gewonnen. Bundesrat Moritz Leuenberger sprach schon beim letzten Etappensieg, dem Durchschlag Erstfeld–Amsteg, vom „Sieg des Willens über die Zweifler und Nörgler“. Sein Credo: „Ist der Berg noch so hoch und ist der Stein noch so hart: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wir können es, weil wir es wollen.“
Die größte Wertschätzung.
Auch Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, zieht sein Fazit: „Wer ein derart gigantisches Projekt beherrscht, steht auf dem Olymp des Infrastrukturbaus. Europa wird vor der Schweiz den Hut ziehen, sobald die ersten Züge durch den neuen Gotthard-Tunnel rauschen. Dass die Schweizer dabei auf Herrenknecht-Technik vertraut haben, ist die größte Wertschätzung, die wir als Unternehmen bekommen können.“
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