Teilschnittmaschinen:
Abbau oberhalb des Grundwasserspiegels.

Die Herrenknecht-Schilde mit Teilflächenabbau erreichen in den unterschiedlichsten Geologien und für unterschiedlichste Tunnelprofile beachtliche Vortriebsleistungen. Auf demselben Basisgerät sind sowohl Excavator- als auch Schrämausleger installierbar. Es sind beide klassischen Ausbauarten (Tübbingausbau und Rohrvortrieb) beim Vortrieb durchführbar.
Hofoldinger Stollen, München, Deutschland
Ein zentrales Projekt der Münchner Stadtwerke ist die Erneuerung der über 120 Jahre alten Zuleitungen aus dem Mangfalltal. Mehr als 180 Millionen Euro werden investiert, um die Versorgung mit Frischwasser der Landeshauptstadt Bayerns auch in Zukunft sicherzustellen.
Aufgrund der Mischgeologie und der hohen Druckfestigkeit der Konglomerate (bis zu 60 MPa) sowie bis zu 70 cm großen Findlingen fällt die Entscheidung für den offenen Vortrieb mit einer Herrenknecht-Teilschnittmaschine mit einem Schrämkopf. Eine nachträglich aufgebrachte Zementmörtelauskleidung der Stahlrohre bietet zudem hygienische Sicherheit und Korrosionsschutz. Die vorhandenen Hohlräume zwischen Tübbingaußenkante und Gebirge sowie der Ringraum um das Stahlrohr werden mit Spezialmörtel gefüllt.
Abwassertunnel Offenburg, Deutschland
Bei der anspruchsvollen zweiten von drei Haltungen ist in Offenburg äußerst sensibles Vorgehen gefragt: Das Fundament der Dreifaltigkeitskirche im südbadischen Offenburg muss in einem Abstand von nur 3,5 Metern unterquert werden. Damit die beiden Kirchtürme keine Schieflage bekommen, gehen den Arbeiten intensive geologische Untersuchungen voraus. Die Lösung ist eine Herrenknecht-Teilschnittmaschine, die den Mischwasserkanal mit Pipe-Jacking-Technologie auffuhr. Um Setzungen zu vermeiden, stützt unmittelbar hinter dem Schild eine Betonit-Suspension den so genannten Überschnitt (der Ausbruchsquerschnitt ist etwas größer als der Rohrdurchmesser). Am 23. Juni 2006 erreicht die Maschine nach 405 Vortriebsmetern mit einer Abweichung von weniger als einem Zentimeter und ohne Schäden für die Kirche ihr zweites Etappenziel. Die Bauarbeiten werden Ende 2006 abgeschlossen.




