Die treibende Kraft für Tiefbohrsysteme.

Die Exploration von Energielagerstätten in großen Tiefen ist eine anspruchsvolle Herausforderung. Bohrmannschaft und Bohrtechnologie stehen im Tiefbohrgeschäft permanent unter Höchstdruck. Die geforderten Zeitfenster zur Erreichung der Zielteufe sind eng, die Anforderungen an die Sicherheit des Personals und an die Stabilität des Bohrloches extrem hoch.
Zu Homepage von Herrenknecht Vertical GmbH.
Geothermie
In Kirchstockach nahe München sind mit einem Herrenknecht Vertical-Tiefbohrrig TI-350 zwei Bohrungen für ein Geothermie-Kraftwerk abgeteuft worden. Die Bohrungen wurden in 101 bzw. 81 Tagen erfolgreich auf Endteufen von 4.214 und 4.452 Metern gebracht. Das Kraftwerk soll ab Sommer 2010 Energie aus Erdwärme liefern, eine Leistung von bis zu 5 Megawatt ist angepeilt. Weite Teile Bayerns gelten für die Gewinnung von Erdwärme als besonders geeignet.
Mitten in der süddeutschen Stadt Freiburg wurden bei dem Neubau eines
Bürokomplexes insgesamt 108 Bohrungen in bis zu 125 Metern Tiefe mit Hilfe eines von Herrenknecht neu entwickelten Vertikalbohrgerätes abgeteuft. Kein Wunder, hält der Boom bei oberflächennaher Geothermie doch schon seit Jahren an. Bereits über 14.000 Bohrungen wurden allein im Bundesland Baden-Württemberg durchgeführt.
Öl und Gas
Die beiden Terra Invader 350T-Anlagen, mit denen derzeit in Brasilien in der Region Bahia nach Öl gesucht wird, müssen nach jeder erfolgreichen Bohrung demontiert, transportiert und auf der nächsten Bohrlokation wieder aufgerichtet werden. Bei einer geplanten Anzahl von 80 Bohrungen ist es immens wichtig, dass dieser gesamte Umsetz-Vorgang so schnell und kostensparend wie möglich abläuft. Aus diesem Grund haben die Herrenknecht Vertical-Ingenieure die Anlagen mit einer maschinen-technischen Besonderheit, dem sogenannten „Slingshot“-System, ausgestattet. Und das funktioniert so: Die Montage der Anlagen auf der Bohrlokation erfolgt in liegendem Zustand. Anschließend werden die Bohrrigs über ein hydraulisches Hubsystem aufgerichtet. Vorteil: Mast und Unterbau können in schwer zugänglichen Gebieten ohne weitere Hilfe auf die erforderliche Arbeitshöhe gebracht werden. Größere Kräne werden nicht benötigt, was den Aufwand für das Umsetzen von einer Bohrlokation zur anderen erheblich verringert.


