Bundesforschungsministerin Bulmahn besichtigte Wasserprojekt in Indonesien. Eine Herrenknecht Schachtbohranlage trieb einen Erschließungsschacht mechanisch in die Tiefe.

 Während ihrer Indonesien-Reise vom 13. bis 18. März 2005 erkundigte sich Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn über den Fortschritt eines Wassererschließungsprojektes in der zentraljavanesischen Provinz Yokyakarta. Die dort lebende Bevölkerung leidet unter extremen Wassermangel. Bislang versickert der niedergehende Regen an der Südküste ungehindert im Karst und fließt über unterirdische Flüsse ungenutzt in den Ozean.

Erstmals wird daher ein unterirdisches Stauwehr zur Gewinnung von Trinkwasser gebaut. Dieses Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Koordiniert wird es vom Institut für Wasser- und Gewässerentwicklung der Universität Karlsruhe (TH).

Bei der Projektausführung ist bereits der erste wichtige Schritt getan. Eine von Herrenknecht speziell dafür entwickelte Schachtabsenkanlage VSM 2500 trieb von Juli bis Dezember 2004 einen Zugangsschacht in Ringbauweise (Durchmesser 2,50 m) in 100 Meter Tiefe vor.

Herrenknecht Vorstand Werner Suhm sowie Prof. Franz Nestmann, Ordinarius des Instituts für Wasser- und Gewässerentwicklung der Universität Karlsruhe (TH), stellten der Ministerin vor Ort Technik und Baustelle vor. Derzeit wird ein unterirdisches Sperrbauwerk errichtet, das nach seiner Fertigstellung das Wasser in der riesigen Höhle bis zu 15 m aufstauen wird. Bei einem Speichervolumen von 400.000 m3 können so täglich 75.000 Menschen mit frischem Wasser versorgt werden.

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