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DAS JAHRHUNDERTBAUWERK.

 

FÜR DIE ZUKUNFT.
DIE FLACHBAHN DURCH DIE ALPEN

2017 wird die Vision Wirklichkeit – Züge brausen mit bis zu 250 Stundenkilometern durch den Gotthard. Mit dem Gotthard- Basistunnel, dem Herzstück der Neuen-Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) entsteht in der Schweiz der mit 2 × 57 km längste Tunnel der Welt. Das Schweizer Pionierprojekt verschafft Europa einen leistungsfähigen Schienenkorridor mitten durch die Alpen, der einen Großteil des Straßenverkehrs auf die Schiene verlagern soll.

Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei einspurigen Tunnelröhren. Insgesamt werden für den Bau des Gotthard-Basistunnels jedoch 152 Kilometer Tunnel, Schächte und Stollen aufgefahren. Am 1. März 2010 waren 94% ausgebrochen. Mit den zwei Multifunktionsstellen bei Faido und Sedrun entstehen riesige unterirdische Bahnhöfe. Hier können die Züge bei Bedarf die Röhre wechseln und im Notfall in speziellen Haltebuchten stoppen.

Alpenquerung. Bessere Verbindungen, kürzere Reisezeiten - für ganz Europa.


 
 

 
 

HIGHTECH FÜR HARTGESTEIN

VIER HERRENKNECHT GRIPPER-TUNNELBOHRMASCHINEN (TBM) bohren und sichern 75 % Prozent der Hauptröhren des neuen Gotthard-Basistunnels, insgesamt mehr als 85 km. Gripper-TBM erreichen im standfesten Gestein Spitzenleistungen. Seit Vortriebsstart im Jahr 2003 bis März 2010 sind mit den vier Herrenknecht-Gripper-TBM über 80 Kilometer Hauptröhren für den Gotthard-Basistunnel entstanden. Über 10,5 Millionen Kubikmeter Gestein werden ausgebrochen und aus dem Berg transportiert. Neue Vortriebsrekorde sind erreicht. Beste Vortriebsleistung in 24 Stunden: 56 Meter. Die Vortriebe der Hauptröhren stehen nach sieben Jahren unmittelbar vor dem Abschluss. Im Herbst 2010 werden die finalen Durchschläge in Sedrun erwartet. Der Gotthard-Basistunnel – eine weltweit herausragende Pionierleistung. Made in Switzerland.

 


 
BODIO / FAIDO
2× Gripper-TBM, S-210, S-211 Durchmesser 8,83 m / 9,43 m, Tunnellänge 13.426 m, 14.088 m, 11.098 m, 11.118 m

Schneidradleistung: 3.500 kW

Geologie: Gneis, Granit, Schiefer

Auftraggeber – ARGE TAT: Zschokke Locher AG,

CSC Impresa Costruzioni SA, Impregilo S.p.A., Alpine

 

 
AMSTEG/ERSTFELD
2× Gripper-TBM, S-229, S-230 / S-421, S-422 Durchmesser 9,58 m, Tunnellänge 10.722 m, 10.703 m, 7.148 m, 7.116 m

Schneidradleistung: 3.500 kW
Geologie: Gneis, Granit, Schiefer
Auftraggeber – ARGE AGN: STRABAG AG Tunnelbau Schweiz (CH) / STRABAG AG (A)

 


ERSTFELD / AMSTEG
2008 - 2009

Gabi 1 & 2 // 2× 7,1 km

  • April und Mai 2008 – Start Regelvortrieb
  • 19. Juli 2009 – Gabi 2 fuhr innerhalb von nur 24 Stunden 56 m Tunnel auf. Das gilt als Weltrekord für eine derartig dimensionierte TBM.
  • 16. Juni 2009 und 16. September 2009 – Nach nur 18 Monaten, 6 Monate früher als geplant, erreichen Gabi 1 & 2 ihr Ziel. Die Abweichung zur Sollachse beträgt horizontal 4mm und vertikal 8mm.
  • Beste Vortriebsleistungen – 56 m / Tag, 183 m / Woche, 684 m / Monat

S-421 Gripper-TBM,
Ø 9,58 m, Tunnellänge 7.147 m
S-422 Gripper-TBM,
Ø 9,58 m, Tunnellänge 7.116 m


AMSTEG / SEDRUN
2003 - 2006

TBMs Gabi 1 & 2 // 2× 10,7 km

  • Oktober 2003 und Januar 2004 – Start Regelvortrieb
  • 2004 – Die Maschinen passieren die Intschi-Zonen deutlich schneller als geplant.
  • Juni 2005 – 2.200 Meter unter dem Chrüzlistock dringt mit Wasser vermischtes, Feinmaterial in den Bohrkopf. Der lockere Bereich vor der Maschine muss mit einer Zement-Bentonit-Mischung verfestigt werden. Von der Oströhre aus wird ein 50 Meter langer Stollen zur Weströhre ausgebrochen und der Bohrkopf im Gegenvortrieb freigelegt. Am 15. November 2005 kann der reguläre Vortrieb wieder aufgenommen werden.
  • Juni / Oktober 2006 – Die Baustellenteams beenden die Vortriebe 9 beziehungsweise 6 Monate schneller als geplant. Unter Tage werden die TBM demontiert und durch den Tunnel  zurück transportiert.
  • Beste Vortriebsleistungen – 40 m / Tag, 210 m / Woche, 688 m / Monat

S-229 Gripper-TBM,
Ø 9,58 m, Tunnellänge 10.722 m
S-230 Gripper-TBM,
Ø 9,58 m, Tunnellänge 10.702 m


FAIDO / SEDRUN
2007 - 2010

Heidi und Sissi // 2× 11,1 km

  • 2007 – Nach dem Transport der beiden Gripper- TBM durch Multifunktionsstelle Faido werden die beiden Gripper-TBM einer Totalrevision unterzogen und erhalten neue, größere Bohrköpfe (9,43 m).
  • Juli und Oktober 2007 – Vortriebsbeginn. Auf den ersten Kilometern mussten horizontal geschieferte Gneise durchfahren werden, die zu einer starken Deformation neigen.
  • 12. Oktober 2008 – Die 150 m lange Piora-Mulde wurde erfolgreich durchquert.
  • Vortriebsstand per 15. März 2010 – Oströhre 8.941 m, Weströhre 8.366 m
  • Beste Vortriebsleistungen bisher – 36 m / Tag, 179 m / Woche, 705 m / Monat

S-210 Gripper-TBM,
Ø 9,43 m, Tunnellänge 11.098 m
S-211 Gripper-TBM,
Ø 9,43 m, Tunnellänge 11.118 m


Bodio / Faido
2003 - 2006

Heidi 13,4km // Sissi 14,1 km

  • Januar und Februar 2003 – Start Regelvortrieb
  • 2003 – Bereits nach 200m treffen die beiden TBM unerwartet auf instabile Kakirite, die den Vortrieb 6 Monate lang deutlich bremsen. Jeder gewonnene Tunnelmeter muss aufwändig nachgesichert werden.
  • 2004 bis 2006 – Strecken mit gutem Fels wechseln mit brüchigen Zonen mit druckhaftem Gebirgsverhalten, in denen sich die ausgebohrte Röhre um bis zu 20 cm verformt und Nachprofilierungen erforderlich sind.
  • 6. September 2006 und 26. Oktober 2006 – Durchschlag in die Multifunktionsstelle Faido
  • Beste Vortriebsleistungen – 38 m / Tag, 190 m / Woche, 619 m / Monat

S-210 Gripper-TBM,
Ø 8,83 m, Tunnellänge 13.426 m
S-211 Gripper-TBM,
Ø 8,83 m, Tunnellänge 14.088 m